Smarthome

IKEA Home Smart – erste Eindrücke

Bei Ikea gibt es so ziemlich alles, was man so zuhause braucht: Möbel, Lebensmittel, Geschirr, Elektrogeräte etc. etc. Seit letztem Jahr gibt es sogar ein Fahrrad mit Anhänger zu erwerben, des Weiteren gibt es T-Shirts, Regenschirme, Koffersets und vieles mehr.

Im September 2016 kündigte IKEA eine ganz neue Produktreihe an:
IKEA Home Smart TRÅDFRI LED-Lampen, JORMLIEN und SURTE LED-Türen und FLOALT LED-Lichtpaneele

Was sich hinter dem Begriff verbirgt dürfe klar sein und spricht die Sprache der Trend-Adaptionen durch die IKEA Gruppe unter Leitung von Peter Agnefjäll: IKEA möchte auch ein Stück vom Smart-Home Kuchen abhaben. Damit sind sie reichlich spät dran, denn der Smart-Home Markt wird seit langem von den „Großen“ beherrscht – Philips und Osram, Apple und Google, sie alle sind seit Jahren in diesem Business etabliert und den meisten Käufern wesentlich geläufiger als der Möbel Gigant aus Schweden.

Seit April 2017 gibt es IKEA Home Smart nun auch endlich in Deutschland, in den Ländern Schweden, Tschechische Republik, Italien und Belgien konnten Kunden diese bereits ab Oktober 2016 kaufen. Grund genug für mich, den nächsten IKEA anzusteuern und mir das ganze mal anzusehen. Da ich – zugegebenermaßen – ein absoluter IKEA Fan bin (90% meines Haushaltes kommt von IKEA, zusätzlich kam ich natürlich auch nicht umhin, mir das Fahrrad nebst Anhänger zuzulegen) und somit neuen Produkten des Konzerns gegenüber grundsätzlich positiv eingestellt bin, war ich nichtsdestotrotz sehr von dem Setup im IKEA Store Regensburg überrascht:

Auf einer Fläche von gut 20qm präsentiert sich dem Kunden ein sehr stylisches Wohnzimmer, mit weißen Möbeln und einem Big-Sofa, über welchem ein HD-Beamer installiert wurde. Über diesen Beamer wird auf einer ca. 50″ großen Projektionsfläche ein Home Smart Video in Dauerschleife abgespielt, welche die Lampen und deren Features in Aktion zeigt. Neben der Projektionsfläche hängt ein 12,9″ großes iPad Pro an der Wand, auf welchem die Home Smart Software live an allen Lampen der Ausstellungsfläche getestet werden kann. Das nenne ich mal einen gekonnten Auftritt!

Jedoch geht das ganze Konzept leider ein wenig unter, da weder auf der Webseite noch im Store wirklich auf die Lampen hingewiesen wird. Auch die Verkäufer sind aktuell noch etwas ratlos.

Schade eigentlich, denn preislich sind die Home Smart Produkte definitiv eine Kampfansage an die Mitbewerber:

Man darf gespannt sein, ob sich die Artikel bei der breiten Maße durchsetzen werden. Wer noch gar nichts aus diesem Bereich hat wird sich freuen, für relativ kleines Geld ein bisschen Smart-Home für zuhause zu bekommen. Anwender welche, wie ich, allerdings schon seit Jahren in diesem Bereich aktiv sind und auch bereits meistens mehr oder weniger stark mit einem der Major Labels „verheiratet“ sind, werden sich wohl erst einmal in Zurückhaltung üben.

Alexa und Homekit bleiben jedenfalls erstmal aussen vor, somit dürften die Lampen auch aus dieser Sicht nicht all zu großen Anklang bei Power Usern finden. Die Smart-Home Community schläft jedoch nicht, es gibt bereits seit ein paar Tagen erste Implementierungen eines Bindings für openHAB, und scheinbar sind Hue-Bridges mit älterer Firmware sogar in der Lage, die TRÅDFRI-Lampen zu steuern.

TRÅDFRI ist in somit in erster Linie eine preisgünstige Lösung, die einige Abstriche mit sich bringt. Auch im Bezug auf die Farbvielfalt sind die Lampen sehr eingeschränkt: Wo Ikea nur „Tageslicht“ und warmweißes Licht anbietet, kann Philips Hue mit 16 Millionen Farben glänzen, die jede erdenkbare Stimmung in den Wohnraum bringen kann.

Fazit: Preislich interessant, jedoch (noch) eine Insellösung

Nachtrag: Ein erstes Hands-On muss ich leider schuldig bleiben, denn TRÅDFRI war nicht in meinem Store verfügbar.

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